Wetter in Nepal — Klimawandel?

Ich werde immer wie­der gefragt, wie das Wet­ter zu einem bestimm­ten Ter­min ist. Lei­der bin ich kein Wet­ter­pro­phet, der das Wet­ter vor­her­sa­gen kann.

Wie über­all auf der Welt ist das Wet­ter in den Ber­gen sehr eigen. In den Alpen hat es letz­tes Jahr Ende August geschneit und wir konn­ten eine geplante Tour nicht starten.

Ist das für August nor­mal? Ist das Wet­ter in Nepal nor­mal — nein.

Die letz­ten bei­den Jahre haben gezeigt, dass sich das Wet­ter viel­leicht ändert. Seit 27 Jah­ren komme ich nun nach Nepal. Bis­her war immer der Novem­ber der sicherste Monat, was das Wet­ter betraf. Im Jahre 2010 war es Ende Novem­ber erst­mals, dass der Flug­platz in Lukla an 6 Tagen geschlos­sen war — es gab fast eine Woche keine Flüge nach und von Lukla. Die­ses Jahr 2011 trat das glei­che Pro­blem Anfang Novem­ber an 5 Tagen und Mitte Novem­ber an 4 Tagen auf. Teil­weise saßen in Lukla über 3.000 Trek­ker fest. Im Ever­est­ge­biet ober­halb von Nam­che Bazar war zu die­ser Zeit das Wet­ter gut.

 

Unsere Tou­ren füh­ren wir jedes Jahr im März/April und Oktober/November durch. Dies sind über die Jahre gese­hen immer noch die bes­ten Monate.

 

2011 hat­ten wir im Okto­ber bei der Anna­purna Umrun­dung ein Traum­wet­ter — 2010 im Okto­ber war das Wet­ter eben­falls sehr schön nur an dem Tag über den Pass war es beim Auf­stieg starkt bewölkt und wir über­quer­ten den Thor­ung La teil­weise bei leich­tem Schnee­fall ohne Probleme.

 

Bei den meis­ten Tou­ren in März/April und Oktober/November hatte ich den vie­len Jah­ren mei­ner Nepal­zeit über­wie­gend gutes Wet­ter. Ich hatte noch nie erlebt, dass wir eine Tour kom­plett bei schlech­tem Wet­ter lau­fen muss­ten. Ein oder zwei Tage mit nicht so gutem Wet­ter sind immer möglich.

 

Es gibt kein schlech­tes Wet­ter – son­dern nur unge­eig­nete Kleidung!“

Ein Kommentar zu “Wetter in Nepal — Klimawandel?”

  1. Thomas sagt:

    Fürs Wet­ter kann Mane wirk­lich nichts.
    Ich gehörte zu denen, die im Novem­ber 2011 in Lukla 4 Tage wegen des schlech­ten Wet­ters fest­sa­ßen und es war gut mit Om-Mane unter­wegs gewe­sen zu sein, denn so hatte man in Lukla eine sichere Unter­kunft. Andere muß­ten ihre Zim­mer räu­men und in der War­te­halle des Flug­ha­fens ver­brin­gen, da täg­lich Trek­ker kamen, die diese Zim­mer reser­viert hat­ten.
    Apro­pos Klei­dung: Eine Dau­nen­ja­cke ist für die Lod­ges unbe­dingt zu emp­feh­len, auch wenn die Wet­ter­sta­tis­tik rela­tiv warme Tem­pe­ra­tu­ren angibt.

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