TSUM-Valley das verborgene Tal

Im April besuchte ich erst­mals das TSUM-Valley in Nepal. Das ver­bor­gene Tal war bis 2007 für Trek­ker gesperrt.  Das Tal liegt  zwi­schen Manaslu und Ganesh-Himal an der tibe­ti­schen Grenze.

Ich war mit  Andrea Rupp­recht (von ihr sind auch alle Fotos) und Erika Kurz unter­wegs. Als Guide beglei­tete uns Guman und als Koch Sub­edi. Trä­ger waren San­tos und Osok.

Mit einem Land­crui­ser fah­ren wir von Kath­mandu nach Aru­gat. Die ers­ten 3 Stun­den ist die Straße geteert — dann geht es 4 Stun­den Off Road über eine Schüttelpiste.

Die erste Über­nach­tung in Aru­gat erfolgt in einem klei­nen Hotel. Von Aru­gat fol­gen wir die nächs­ten 3 Tage dem Buri Gan­daki nach Nor­den. Es ist sehr heiß und stän­dig geht es Auf und Ab. Die Tour ist sicher­lich nur gut trai­nier­ten Trek­kern vor­be­hal­ten. Die Zwi­schen­über­nach­tun­gen sind in Soti Khola, Macha Khola und Jagat.

Von Jagt geht es noch einen hal­ben Tag am Buri Gan­daki ent­lang — dann hin­auf nach Lokpa — ers­tes Haus im unte­ren Tsum Val­ley. Hier schla­fen wir in Zel­ten und sit­zen am Abend in der Hütte beim Abend­es­sen mit Bier.

Ich halte mich bei die­ser Tour natür­lich wie­der an meine Moun­tain­me­di­zin — habe des­halb bei die­ser Tour kei­ner­lei Pro­bleme. Lei­der hat Sub­edi unter­wegs einen Liter Medi­zin ver­lo­ren — es war ein klei­nes Loch im Plas­tik­ka­nis­ter. Aber es war genü­gend da.

Zwi­schen Rho­do­den­dron — engen Schluch­ten — schö­nem Wald geht es nun auf stei­len Wegen hin­auf nach Chum­ling. Hier erle­ben wir dann erst­mals die tibe­ti­schen Men­schen und Häu­ser. Die Fel­der sind schön grün und wir sehen Wei­zen– und Ger­ste­fel­der — die Apfel­bäume blü­hen. Wir woh­nen in der ers­ten und ein­zi­gen Lodge im Tsum Valley.

Nun folgt eine schöne Wan­de­rung durch kleine Dör­fer und zwi­schen Fel­dern Rich­tung Chok­ang­paro. Unter­wegs tref­fen wir immer freund­li­che Tibe­ter — haben Spaß mit den Kin­dern. Auf hal­ber Stre­cke gibt es die obli­ga­to­ri­sche Nudel­suppe — von Sub­edi in einem Bau­ern­haus gekocht. Nach der Mit­tags­pause geht es 2 Stun­den steil nach Chok­ang­paro hinauf.

Hier in Paro erwar­tet uns nun end­lich das Tsum Val­ley — das ver­bor­gene Tal. Bis­her ging es meis­tens in engen Schluch­ten hin­auf. Aber nun sind wir in einem Hoch­tal. Ein inter­es­san­ter Ort mit vie­len tibe­ti­schen Häu­sern. Wir fin­den eine nette Bäue­rin, die uns auf­nimmt. Sie hat einen gro­ßen Raum unter dem Dach zu einem Lager her­ge­rich­tet. In der Küche wird von Sub­edi gekocht, wir sit­zen auch mit in der Küche und haben viel Spaß mit den Kin­dern und Erwach­se­nen. Zu unse­rer Über­ra­schung gibt es Lhasa Bier. Viele Sachen wer­den im Tsum Val­ley aus Tibet über den Pass geliefert.

Am nächs­ten Tag wan­dern wir im Hoch­tal ohne große Stei­gun­gen nach Chule-Nile. Rechts erhebt sich der Ganesh Himal und Links der Sringi Himal. In Nile woh­nen wir wie­der bei Bau­ern ganz ein­fach. Auf die Frage: Wo ist eine Toi­lette? Ant­wort: Durch das Tor auf den Acker.

Im Tsum Val­ley gibt es noch keine Lod­ges und Tee­häu­ser — alles ist noch sehr ursprüng­lich und sehr ein­fach. Die Tour ist nur für Trek­ker geeig­net, die gute Kon­di­tion haben und mit ein­fachs­ten Ver­hält­nis­sen zu Recht kom­men. Dafür erlebt jeder eine ursprüng­li­che Land­schaft, sehr nette und freund­li­che Tibe­ter und wird mit viel Freund­lich­keit entschädigt.

Von Nile wol­len wir am nächs­ten Mor­gen noch in 2 Stun­den zur Mu Gompa auf­stei­gen. Lei­der war an die­sem Tag das Wet­ter nicht sehr gut. Anfangs star­ker Nepel und spä­ter fing es auch noch zu regen an.

Unter­wegs besu­chen wir noch Rachen Gompa — ein Frauen Klos­ter — wird im Moment groß aus­ge­baut. Wir haben das Glück, dass wir im Klos­ter an einer Puja (Gebets­stunde) teil­neh­men können.

Nach­mit­tags erreich­ten wir wie­der Chhok­ang­paro und wohn­ten wie­der bei unse­rer “Ramro Sauni” — schö­nen Wir­tin. Sie hat sich sehr gefreut, dass wir noch­mals über­nach­ten. Immer­hin kann sie mit uns ein wenig Geld ver­die­nen und Lhasa Bier verkaufen.

Der letzte Tag im Tsum Val­ley bringt uns noch nach Rip­chet. Ein inter­es­san­ter Ort aber wie­der ohne Lodge. Guman fin­det wie­der eine Bäuer­ein die uns auf­nimmt — ich schlafe in die­ser Nacht neben dem Haus im Heu­scho­ber — super geschla­fen und am Mor­gen den Son­nen­auf­gang im Ganesh Himal aus dem Heu erlebt.

Von Rip­chet stei­gen wir zum Buri Gan­daki hin­un­ter und fol­gen dem Fluss wie­der 3 Tage bis nach Aru­gat. Das letzte Stück von Soti Khola nach Aru­gat fah­ren wir mit einem Land­crui­ser und spa­ren uns einige Stun­den auf der Straße zu laufen.

Eine Über­nach­tung in Aru­gat und dann geht es im Land­crui­ser in 6 Stun­den nach Patan zurück.

Die Tour war sehr inter­es­sant — aber auch anstren­gend. Ins­ge­samt kann ich nach 27 Jah­ren Nepal sagen:

Ich habe ein ursprüng­li­ches Nepal — oder bes­ser gesagt Tibet erlebt, so wie ich es zum Teil frü­her noch ken­nen ler­nen durfte. Aller­dings muss man mit ein­fachs­ten Ver­hält­nis­sen zu Recht kommen.

Hier unser Pro­gramm für eine Trek­king­tour ins TSUM-Valley.

 

Hier die Fotos von Andrea Rupprecht:

 

 

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Reis wird gepflanzt
Reis wird gepflanzt
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Enge Schluchten
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Stuba am Weg
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3 Kommentare zu “TSUM-Valley das verborgene Tal”

  1. KaHaDe sagt:

    Bravo, ein sehr schö­ner Rei­se­be­richt. Da bekomme ich wie­der Lust auf Nepal.
    Falls die kör­per­lich Bean­spru­chung für mich noch zu bewäl­ti­gen ist.
    Hut ab für die super Fotos von Andrea, da wünsch’ ich mir noch mehr.
    Viel­leicht beim dies­jäh­ri­gen Nepal­tref­fen?
    Gruß Karl

  2. Andrea Henshen sagt:

    Hallo Mane,
    das TSUM­Val­ley hört sich wun­der­bar an. Wirst Du es in Dein Pro­gramm auf­neh­men?
    Wenn ja, dann lass es mich bitte wis­sen!
    Viele Grüße aus Aachen
    Andrea

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